Wie man sich als Musiker nicht verhalten sollte. Und wer sind eigentlich "The rockin Comets&quo

Puh, nun ist aber nach langer Zeit endlich mal wieder ein Blogbeitrag fällig. Eigentlich wäre der Monatsrückblick dran, welchen ich schon vor einiger Zeit vorbereitet habe, aber tatsächlich fehlte es an eben diesem: Zeit. Und dass ich keine hatte, daran sind eigentlich auch diese Dinge "schuld", über welche ich heute schreibe...aber von Anfang an...

Bereits Ende September bekam ich unerwarteterweise einen Anruf eines ganz lieben Kollegen, mit welchem ich bereits in einer anderen Band gespielt hatte. Er fragte mich, ob ich noch Kapazitäten für eine weitere Formation hätte- und eigentlich hatte ich: keine. ;-) Bzw, war das aus diversen Gründen alles irgendwie unklar. Nun erzählte er mir, dass er jetzt in einer neuen Band sei, und sie müssten ein 50er Jahre Programm einstudieren, weil sie eine englische Sängerin begleiten sollten, welche extra für diesen einen Gig angereist käme. Er bat mich, ob ich mit ihnen dass nicht singen könne, damit sie sich leichter täten, das zu üben. Das klang dann doch irgendwie lustig und interessant. Ich sah mir die Setliste an, und stellte fest, bis auf 2,3 Songs kannte ich gar nichts....Shame on me....dabei war ich ja bereits in einer 50er Jahre Band tätig.... Anfang Oktober holte mich der liebe Robert dann ab, mein Auto war ja wieder mal in der Werkstatt, und wir fuhren gemeinsam nach Klosterneuburg. Zwischenzeitlich hatte ich auch erfahren, dass der Gitarrist, mit welchem wir spielen würden, mir bereits aus einer anderen Band bekannt war. Als ich das erfuhr war ich schon zwiegespalten, denn menschlich hatte ich ihn in nicht allzuguter Erinnerung. Als er bei uns damals vorgespielt hatte, regte er sich am 2. Probetag aus unerfindlichen Gründen völlig auf und bemängelte unsere Kommunikation, vor allem die zwischen dem Sänger und mir (welche tatsächlich auf liebevoller Neckerei basierte) Mir war ob seines rabiaten Ausstiegs damals schon nicht leid um ihn, aber nun gut, jeder hat eine 2. Chance verdient und er war ein Freund von Rob, also egal. Als wir zur ersten Probe ankamen, waren wir etwa 10 Minuten zu früh und wurden von besagtem Gitarristen nicht etwa freudig begrüßt (wie ich es eigentlich erwarten würde, wenn eine Profisängerin, unentgeltlich zum Üben kommt.... ich mein... Hallo??...), sondern wir wurden angeschnauzt, das das nicht anginge und eine Frechheit sei und wir sollten gefälligst draußen warten... Robert, ich habs dir nicht gesagt, aber wär ich mit meinem eigenen Auto dagewesen, wär ich genau da wieder gefahren. ;-) Nunja, ich riß mich zusammen, sagte nichts und beschloß das Beste draus zu machen. In den kommenden Wochen probten wir dreimal. Bereits beim ersten Mal fiel mir auf, dass die Songs total Spaß machten, obgleich sie sich so ähnlich waren, dass es wirklich schwer war, sie sich zu merken. Der liebe Gitarrist legte allerdings (wenngleich auch nicht gegenüber mir) eine recht unmögliche Art und Weise an den Tag, die keiner der Mitmusiker verdient hatte. Jemand, der andere, dermaßen kritisiert sollte immerhin in der Lage sein, seine eigenen Gitarrensolis zu beherrschen. Ich stellte aber fest, dass das auch nicht der Fall war. Trotzdem überraschte es mich, als ich kurze Zeit später darauf von Robert die Info bekam, dass der liebe Gitarrist die Band aufgelöst hatte und alle Musiker mit dem ausgemachten Gig (Bitte, die Sängerin würde extra herfliegen, alles war bereits gebucht!) in der Luft hängen ließ.

Was soll man dazu sagen?;-) Ich habe ja schon oft die Erfahrung gemacht, dass Musiker Zicken sind- und das betrifft nicht nur die weiblichen, aber eine dermaßen unprofessionelle Herangehensweise hatte ich eigentlich noch nie zuvor erlebt.

Aber was passierte danach? Nur Gutes! :-) Wir fanden einen neuen Gitarristen, hatten ein paar tolle Proben und am 11.11.2017 hatten wir einen geilen Gig im Haag am Hausruck mit der englischen Sängerin Jean Vincent. Ich fungierte das erstemal in meinem Leben als Backgroundsängerin, wir schnupperten in die Country Szene rein, trafen nette Leute, aßen gut, schliefen grandios (www.oelerhof.at)- und ich war sehr froh, damals nicht gefahren zu sein.

Damit wir das ganze Programm nicht umsonst einstudiert hatten, beschloßen wir schon vorab dass wir, mit mir als Leadsängerin, einfach weitermachen würden. Somit könnte ich eine mir ganz neue musikalische Schiene fahren, von der ich denke, dass wir viel Spaß haben werden.

Einen ganz herzlichen Dank an dieser Stelle an Jimmy Hirsch und seinen Support und das gesamte Team des Ghost City Saloons!

Tja, das war mein Erlebnis in Haag am Hausruck.

Lieber Gitarrist, du hast was versäumt, aber ich glaube ich kann für alle anderen sprechen, dass wir im Endeffekt sehr froh sind, dass du rechtzeitig ausgestiegen bist, denn du wärst einfach überfordert gewesen. Wenigstens hast dus rechtzeitig gemerkt, dass das Ganze einfach eine Nummer zu groß für dich ist. Wer weiß, wenn du dich brav hinsetzt und ein bissl übst, kriegst in 2 oder 3 Jahren dann auch mal das Solo von Johnny B. Goode hin. Ich persönlich zweifle ja ein bissl daran, aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben. Wenn du dann noch lernst, dass zu einem Musiker Flexibilität, Loyalität, Professionalität, Kritikfähigkeit und Toleranz nebst der Bereitschaft zu Üben und ein gewisses Maß an Selbstreflexion gehören, dann- wer weiß- vielleicht wirds dann nochmal was.

Achja, The rockin comets haben mittlerweile auch eine eigene Facebook Seite. Natürlich freuen wir uns über einen Besuch und über euer Like! (einfach aufs Bild klicken!) Ihr findet die Seite hier:

So, das war mein Wort zum Sonntag, ich wünsch euch was!

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